Die Parodontitis (griechisches Kunstwort παροδοντίτιδα; umgangssprachlich, aber inkorrekt auch Parodontose oder - falsch - Paradontose bzw. Paradontitis) ist ein entzündlicher Krankheitsprozess, der sich in dem Verlust des Zahnhalteapparates zeigt, d.h. des Zahnfleischs und des Knochens, der den Zahn verankert. Die Parodontose (griechisches Kunstwort παροδόντοση) hingegen bezeichnet einen nicht-entzündlichen Schwund des Zahnbettes ohne vertiefte Zahnfleischtaschen und ohne Blutungsneigung des Zahnfleisches, wie es ihn so sehr selten gibt. Der Begriff wird also meist falsch verwendet. Der Rückgang des Zahnhalteapparates ist nahezu immer mit einer Entzündung verbunden. Kofaktoren sind hier zum Beispiel eine Überbelastung z.B. durch Bruxismus oder in neuerer Zeit durch ungünstig lokalisierte Piercings der Lippe oder des Lippenbändchens.